Syburg - Zu Namen und Historie Übersicht

Zum Namen "Syburg" bzw. "Hohensyburg"

Der volkstümliche Name Hohensyburg benennt ausschließlich das Gebiet innerhalb der sächsischen Wallburg bzw. des Bergplateaus. Weder Geographen noch amtliche Stellen benutzen diesen Ausdruck. Schon 1804 schrieb J.F. Möller (S 8): "Der Berg heißt Syberg und wegen seiner Höhe Hohensyberg".
Höchste Stelle am Vincke-Turm = 244,63 über NN, Ruhrspiegel: 95,9 m.

J.W. Göckeler schreibt 1890 (S. 3): Dieses Wort - Syberg - entstammt der altgermanischen Wortwurzel sic- (sig- sik-) bedeutet Quelle, Quellsumpf, also bedeutet sigiburgum: Quellberg (Quellburg), Brunnenberg.

Mehrere Quellen bzw. Brunnen befinden sich auf dem Bergplateau. Das Entstehen dieser Wasserstellen erklärte 1958 Dr. Klöcker vom damaligen Amt für Bodenforschung, Krefeld, wie folgt: Unter der Oberfläche befindet sich in unterschiedlichen Tiefen eine undurchlässige Schicht, die darüber liegende Bodenschicht unterschiedlicher Zusammensetzung speichert das Wasser von Niederschlägen und gibt es kontinuierlich ab.

(Text: † Willi Kuhlmann, Dortmund-Syburg)


Quellen:
  • J.F. Möller d.J., Die Feste Hohensyberg, Dortmund 1804
  • J.W. Göckeler, Der Name Hohensyburgs, Diss., Marburg 1890

Zur Historie von Syburg

Erste Anzeichen von menschlicher Anwesenheit, nämlich Jägern und Sammlern, stammen durch archäologische Funde belegt aus der Mittelsteinzeit (10.000 - 6.000 v.C.).
In der folgenden Jungsteinzeit (6.000 - 2.000 v.C.) nehmen diese Funde an Anzahl zu.
Erste Siedlungsspuren lassen sich für die jüngere Bronzezeit bzw. ältere Eisenzeit (etwa 750 v.C.) datieren.

Mit der Eroberung der sächsischen Wallburg - Sigiburg - 775 durch Karl den Großen wurde Syburg geschriebene Geschichte.
Karl d. Gr. gründete direkt nach der Eroberung den Reichshof, der später Westhofen (Ursprungsname: Vesthofede = befestigter Hof oder Höfe) genannt wurde. Dazu gehörten die heutigen Orte Garenfeld, Holzen, Syburg, Wandhofen und Westhofen.

Das damalige und spätere Deutsche Reich war in seiner Organisation hierarchisch gegliedert. Es gab auf oberster Ebene die Reichshöfe, die Kaisern oder Königen Unterkunft und Versorgung gewährleisten mußten.
In einer späteren Zeit gab es zudem noch Oberhöfe bzw. Schultenhöfe, die nur noch Verwaltungsaufgaben für die Herrscher übernehmen mußten.

Nach mehreren, auch kriegerischen Auseinandersetzungen, u.a. zwischen dem Kurfürsten und Erzbischof von Köln und den Grafen von der Mark, wurde der Reichshof Westhofen 1300 Lehnsgut der Grafen von der Mark.

Die Reichsunmittelbarkeit wurde endgültig 1806 aufgehoben, d.h. der Reichshof unterstand seit dieser Zeit nicht mehr dem Deutschen Reich, sondern dem Königreich Preußen.

Syburg war eine selbständige Gemeinde im Amt Westhofen, bis es am 29. Juli 1929 in die Stadt Dortmund, Verwaltungsbezirk Wellinghofen, eingemeindet wurde, und gehört seit dem 1.1.1975 zum Stadtbezirk Hörde.

(Text: † Willi Kuhlmann, Dortmund-Syburg)


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Stand: 28.3.2000